Vortragende

Rashad Becker

Als Mastering-Ingenieur hat Rashad Becker tausenden Platten zeitgenössischer elektronischer Musik Leben eingehaucht bevor diese auf Vinyl gebannt wurden. Als Künstler und Musiker schafft er mit Aufmerksamkeit für Detail einzigartige Kompositionen. In diesem Interview spricht Rashad Becker über Musik, Fiktion und Narration in Musiktechnologie, Mastering und künstlerische Entscheidungen. Im Documenta14 Radioprogramm präsentierte Rashad Becker 2014 seine Arbeit Based on a True Story. Bei Signal!=Rauschen wird Rashad Becker ein Konzert spielen.

Hans-Christian Dany

Hans-Christian Dany, geboren 1966, lebt als Künstler in Hamburg. Bei Edition Nautilus erschienen unter anderem Morgen werde ich Idiot. Kybernetik und Kontrollgesellschaft (2013) und Schneller als die Sonne (2015). Im Essay “Morgen werde ich Idiot”, schlägt Hans-Christian Dany als Ausweg aus der kybernetischen Kontrollgesellschaft die Verweigerung vor. In “Schneller als die Sonne” richtet sich seine Hoffnung auf die Wiederbelebung eines Imaginären, das sich auf das Unbekannte einlässt. Kann in der besseren Welt vielleicht nur ankommen, wer die Annahme aufgibt zu wissen, wie diese bessere Welt aussehen wird? Für Signal!=Rauschen stellt Hans-Christian Dany sein Konzept der Kybernetik vor.

Antje Guenther

Antje Guenthers Interessens- und Forschungsfelder überspannen Themen wie Kybernetik und Technofeminismus, Wissensproduktion und Erkenntnispotential in Stofflichkeit und Materie, Posthumanismus und Science Fiction.
Laufende Projekte beschäftigen sich u.a. mit brain enhancement, Konzepten von nichtbiologischer Intelligenz und Großrechnern in Kontrollraumsituationen. Antje Guenther studierte bis 2013 Fotografie und freie Kunst in Leipzig und Karlsruhe und war 2015 / 2016  als artist researcher an der Jan van Eyck Academie in Maastricht /NL.
2016 erschien ihre erste Publikation What if a counter proof makes any proof an illusion?, die sich text-fotografisch mit dem Einfluss ästhetischer Impulse auf (wissenschaftliche) Theorien- und Hypothesenbildung auseinandersetzt.
Bei Signal!=Rauschen spricht Antje Guenther über ihre laufenden Projekte unter dem Title Kontrollräume, Großrechner und KI – ARE YOU WITH THE COMPANY?
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Natascha Sadr-Haghighian

Die Untersuchung von sozio- und technokulturell bedingten Sehgewohnheiten und Blickregimen sowie auch militärischer Strukturen im uns Umgebenden bilden wiederkehrende Motive in Natascha Sadr-Haghighians Arbeit. Zum Beispiel in ihrer Konversation mit Evelyn Fox Keller über Visualisierung in den Wissenschaften, oder in ihrer Arbeit mickey onco catch (2016).
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Simon Menner

Simon Menner, geboren 1978 in Emmendingen, Baden-Württemberg. 2002-2007 Student an der Universität der Künste Berlin und der School of the Art Institute Chicago. 2007 Meisterschüler an der UdK bei Stan Douglas.
Seine Arbeiten waren international in Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen, unter anderem im Museum of Contemporary Photography Chicago, CO Berlin, Museum für Fotografie Berlin, Benaki Museum Athen, Bauhaus Museum Weimar, Galeria Sztuki Współczesnej Krakau, NRW Forum Düsseldorf, MUDAC Lausanne und Optica Montreal.
Für Signal!=Rauschen spricht Simon Menner über Fotografien des Unsichtbaren – Zur Rolle des Bildes im Kampf um unsere Wahrnehmung.
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Johannes Paul Räther

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Sebastian Schmieg

Sebastian Schmieg beschäftigt sich in seiner künstlerischen Praxis mit neuen Formen der Arbeit in vernetzten und zunehmend programmierten Gesellschaften, mit den ethischen Implikationen maschinellen Sehens und mit dem Modell der künstlichen Intelligenz als effiziente, sich selbst optimierende Unternehmensform. Sein Interesse gilt dabei dem Verhältnis von Mensch und vernetztem Computer, welche durch entmenschlichende Systeme und Interfaces oft kaum voneinander zu unterscheiden sind.
Schmieg studierte an der Universität der Künste in Berlin und ist aktuell Stipendiat im digitalen Programm der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart.
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Florina Speth

Florina Speth wurde 1983 in den Bergen bei Salzburg geboren. Sie lernte mit 6 Jahren Cello und Klavier und begann bereits im Alter von 11 Jahren Cello an der Universität Mozarteum Salzburg zu studieren. Sie gewann mehrere Preise für Solo und Streicherquartett und war Mitglied in Orchestern und Ensembles wie dem Bundesjugend Orchester, dem Bayerischen Landesjugend Orchester oder der Salzburger Jungen Philarmonie. Seit 15 Jahren fokussiert sie sich musikalisch auf Elektronika und Komposition. Sie studierte Kognitionswissenschaften von Musik und Sprache in Köln und promovierte im Bereich der Reharobotik in Berlin und Zürich. In ihrem PhD untersuchte sie die Rolle von Sound in robotergestützter Rehabilitation. Heute arbeitet sie als Zukunftsforscherin. Im künstlerischen Bereich beschäftigt sie sich weiterhin leidenschaftlich mit Menschen, Menschen mit Maschinen und Musik. In ihren Kompositionen und Live-Performances aka “Schloss Mirabell” arbeitet sie mit Elektronika, ihren selbst erschaffenen Samplewelten, dem Cello und Stimme.
Bei Signal!=Rauschen wird Florina Speth ein Konzert geben.
Florina Speth bei Soundcloud

Max Stadler

Max Stadler ist Wissenschaftshistoriker. Zu seinen Forschungsinteressen zählen die Technikgeschichte der Spätmoderne, die Geschichte kybernetischer Wissensformen und die der Humanwissenschaften im 20. Jahrhundert. Sein aktuelles Projekt “The Users: Psychology, Machines, Design, 1930-1980” beschäftigt sich mit dem Verhältnis Mensch/Maschine — bzw. der Figur des “Benutzers” als Modell des post-industriellen Denkens und Tuns.
Bei Signal!=Rauschen wird Stadler seine Recherche vorstellen.
Website Eikones/Forschungsgruppe Bildkritik/Augenarbeit